Schlaf draußen - aber richtig!


Ich packe...

Schlafsack - und sonst?

Wir zeigen dir, was du für eine Nacht draußen brauchst:


Oberstes Motto für alle "Draußen Schlafen Abenteuer": Vermeide bitte Konflikte!

Das geht ganz leicht, wenn du ein paar Grundregeln beachtest - zum Beispiel:

# Teile deine Schlafplätze nicht auf Social Media.

# Informiere dich vorab über aktuelle und regionale Regeln zu Naturschutz und Corona.

# Nimm deinen Müll (inkl. Toilettenpapier) wieder mit.

# Vergrabe oder bedecke deine Hinterlassenschaften.

# Mach kein offenes Feuer.

 

 

Weitere Tipps bekommst du in diesem Ratgeber.

Daunen- oder Kunstfaserschlafsack?

Schlafsäcke sind mit Wärme isolierenden Materialien gefüllt, z.B. mit natürlicher Daune oder synthetischer Kunstfaser. Daune ist nach wie vor das beste und wärmste Isolationsmaterial, das es gibt. Kunstfaser hat hingegen bei manchen Anwendungen Vorteile, z.B. in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit. Folgende Tabelle zeigt dir die Vor- und Nachteile der beiden Isolationsmaterialien. Noch viel mehr Wissenswertes zum Schlafsackkauf erfährst du in unserer Schlafsack Kaufberatung.

Daune Kunstfaser

Gewicht/

Packmaß

Geringes Gewicht & Packmaß im Verhältnis zur Wärmeleistung

Schwerer & voluminöser als Daune

Isolation

Beste natürliche Isolation; kann bei Feuchtigkeit verklumpen & nicht mehr richtig wärmen; braucht lange zum Trocknen

Wärmt auch im feuchten Zustand & trocknet schnell

Pflege

Waschen erfordert Zeit & Geduld

Unkompliziert & pflegeleicht

Lebens-dauer

Bei richtiger Pflege eine gefühlte Ewigkeit...

Verliert durch häufiges Waschen schneller an Wärmeleistung

Garantie

10 Jahre Mountain Equipment Garantie

2 Jahre gesetzliche Gewährleistung

Preis

Das Naturprodukt Daune hat seinen Preis...

Günstiger als vergleichbare Daunenschlafsäcke

Gewicht/Packmaß

Daune Kunstfaser

Geringes Gewicht & Packmaß im Verhältnis zur Wärmeleistung

Schwerer & voluminöser als Daune

Isolation

Daune Kunstfaser

Beste natürliche Isolation; kann bei Feuchtigkeit verklumpen & nicht mehr richtig wärmen; braucht lange zum Trocknen

Wärmt auch im feuchten Zustand & trocknet schnell

Pflege

Daune Kunstfaser

Waschen erfordert Zeit & Geduld

Unkompliziert & pflegeleicht

Lebensdauer

Daune Kunstfaser

Bei richtiger Pflege eine gefühlte Ewigkeit...

Verliert durch häufiges Waschen schneller an Wärmeleistung

Garantie

Daune Kunstfaser

10 Jahre Mountain Equipment Garantie

2 Jahre gesetzliche Gewährleistung

Preis

Daune Kunstfaser

Das Naturprodukt Daune hat seinen Preis...

Günstiger als vergleichbare Daunenschlafsäcke

Achte beim Kauf darauf, dass die Daune aus artgerechter Tierhaltung von zertifizierten Quellen stammt und nach strengen Tierschutz-Richtlinien gewonnen wird.

 

Schlafsäcke von Mountain Equipment sind DOWN CODEX® zertifiziert und du kannst für jede Charge einen Tierschutz- und Qualitätsreport online einsehen.


Temperaturbereich

Bei Schlafsäcken gibt es drei Temperaturangaben: Comfort, Limit und Extreme. Der Extrem-Wert gibt an, ab wann eine lebensbedrohliche Unterkühlung droht und ist für die richtige Schlafsackwahl ungeeignet. Bist du eher unempfindlich gegenüber Kälte, orientiere dich am Limit-Wert. Frierst du etwas schneller, schau auf den Comfort-Wert.

 

Faustregel: Ein guter Allround-Schlafsack für Übernachtungen unter 1.500m in unseren Breiten von Mai bis September sollte deinen passenden Wert mit ca. +3°C ausweisen. Für Frühjahr bis Herbst oder in höheren Regionen sollte der Wert mindestens bei -5°C liegen. Echte Winter-Schlafsäcke haben Werte von mindestens -12°C.

Mountain Equipment gibt bei jedem Schlafsack zusätzlich die Good Night’s Sleep Temperatur an, die auf Erfahrungswerten aus jahrzehntelanger Praxis basiert.

 

Solltest du nach dem Kauf merken, dass dein Mountain Equipment Schlafsack nicht so warm ist wie erwartet oder benötigt, kannst du ihn innerhalb von 30 Tagen bei deinem Fachhändler gegen ein wärmeres Modell tauschen. Das ist unsere Good Night's Sleep Garantie.


Außenmaterial

Gerade bei einem Biwak (also ohne Zelt) mit Taunässe am Morgen schützt ein wasserabweisendes und atmungsaktives Außenmaterial des Schlafsacks die Daune. Mountain Equipment setzt z.B. bei den Glacier Schlafsäcken federleichtes und wasserabweisendes DRILITE® Loft Material ein. Das Material ist außerdem winddicht, was die die Wärmeleistung bei einem Biwak nochmals deutlich erhöht.

Genauso wichtig wie der Schlafsack!

Für einen erholsamen Schlaf ist eine gute und komfortable Isomatte genauso wichtig wie der Schlafsack. Die platt gedrückte Füllung des Schlafsacks, auf der man liegt, kann keine warme Luft mehr speichern und isoliert kaum. Von unten wärmt also nur die Isomatte. Das gilt übrigens auch für Nächte in der Hängematte - daher immer eine Isomatte in die Hängematte legen!

 

Es gibt verschiedene Arten von Matten:

# Matten aus Schaumstoff: unempfindlich & leicht, aber unbequem & sperrig

# Selbstaufblasende Matten: bequemer als Schaumstoff, aber schwer

# Aufblasbare Matten mit Synthetik- oder Daunenfüllung: sehr bequem & warm & klein packbar

 

Ungeeignet für "Draußen Abenteuer" sind Luftmatratzen ohne Füllung, da sie nicht wärmen und sehr empfindlich sind. Ein spitzer Stein genügt und sie verlieren die Luft - dann liegst du bald auf blankem Boden... Mehr über Matten erfährst du in unserem Ratgeber Isomatten:

Genauso wichtig wie der Schlafsack!

Für einen erholsamen Schlaf ist eine gute und komfortable Isomatte genauso wichtig wie der Schlafsack. Die platt gedrückte Füllung des Schlafsacks, auf der man liegt, kann keine warme Luft mehr speichern und isoliert kaum. Von unten wärmt also nur die Isomatte. Das gilt übrigens auch für Nächte in der Hängematte - daher immer eine Isomatte in die Hängematte legen!

Es gibt verschiedene Arten von Matten:

# Matten aus Schaumstoff: unempfindlich & leicht, aber unbequem & sperrig

# Selbstaufblasende Matten: bequemer als Schaumstoff, aber schwer

# Aufblasbare Matten mit Synthetik- oder Daunenfüllung: sehr bequem & warm & klein packbar

 

Ungeeignet für "Draußen Abenteuer" sind Luftmatratzen ohne Füllung, da sie nicht wärmen und sehr empfindlich sind. Ein spitzer Stein genügt und sie verlieren die Luft - dann liegst du bald auf blankem Boden... Mehr über Matten erfährst du in unserem Ratgeber Isomatten:

Das Biwak [ ́bi:vak] ist ein behelfsmäßiges Nachtlager im Freien und wird hauptsächlich mit dem Bergsport in Verbindung gebracht. Das Wort stammt ab vom Französischen "bivouac" für Nachtwache oder auch vom noch älteren Niederländisch "bijwacht" (bij = bei und wacht = Wache). Auf den Bergsport bezogen steht der Begriff Biwak für einen einfach ausgestatteten, je nach Wetterlage auch überdachten Schlafplatz in freier Natur unter freiem Himmel und immer OHNE Zelt. Die Kür des Biwakierens am Berg ist ein Gipfelbiwak, bei dem der Schlafplatz in der Nähe des Gipfelkreuzes aufgeschlagen wird. Bitte beachte: Biwakieren ist nicht überall erlaubt - mehr dazu erfährst du hier.

Biwaksack oder Tarp oder Zelt?

Auch bei trockenem Wetter wird die Außenseite deines Schlafsacks am Morgen ziemlich sicher feucht sein. Das ist Tau, der sich in der kühleren Nacht an allem niederschlägt. Hat der Schlafsack kein wasserabweisendes Außenmaterial, empfiehlt sich daher ein Biwaksack. Er schützt vor Nässe, Wind und Schmutz. Ist der Biwaksack nur wasserdicht, aber nicht atmungsaktiv, musst du mit Kondensfeuchtigkeit auf der Innenseite des Biwaksacks rechnen. Mit Trekkingstöcken, Schnüren und Zeltheringen kann man sich leicht aus einem Biwaksack ein Tarp bauen. Hier sind Tau und Kondensfeuchtigkeit kein Problem und du bist außerdem vor leichtem Regen geschützt. Auch eine Rettungsdecke oder einfache Plane eignet sich hier gut. Die Komfortvariante ist natürlich ein Zelt, hier bist du vor Wind und Wetter geschützt. Dafür ist dein Rucksack auch deutlich schwerer und es gibt keinen Sternenhimmel zum Einschlafen. :-)

... oder Biwakschachtel?

Eine Biwakschachtel ist eine simple Schutzhütte oder auch ein Blech- / Kunststoffcontainer für Bergsteiger mit nur einer Handvoll Schlafplätzen. Sie befinden sich meist an abgelegenen Orten, in großer Entfernung zu bewirtschafteten Berghütten und anderen Unterkünften. Auf Touren mit großen Wegstrecken werden sie zum Übernachten genutzt. Sie bieten dir also Wetterschutz, es gibt jedoch kein fließendes Wasser und keine Toilette - und keine Garantie, dass nicht schon jeder Platz belegt ist, wenn du eintriffst...

... oder Biwakschachtel?

Eine Biwakschachtel ist eine simple Schutzhütte oder auch ein Blech- / Kunststoffcontainer für Bergsteiger mit nur einer Handvoll Schlafplätzen. Sie befinden sich meist an abgelegenen Orten, in großer Entfernung zu bewirtschafteten Berghütten und anderen Unterkünften. Auf Touren mit großen Wegstrecken werden sie zum Übernachten genutzt. Sie bieten dir also Wetterschutz, es gibt jedoch kein fließendes Wasser und keine Toilette - und keine Garantie, dass nicht schon jeder Platz belegt ist, wenn du eintriffst...

☑ Schlafsack
☑ Isomatte
☑ Biwaksack, Tarp oder Zelt

☑ ggf. Schnüre, Heringe
☑ Stirnlampe
☑ Erste-Hilfe-Set
☑ Kleines Waschzeug inkl. Toilettenpapier
☑ Insektenschutzmittel
☑ Mütze & Handschuhe - auch im Sommer!
☑ Trockene Wechselkleidung zum Schlafen
☑ Gaskocher, Kartusche(n), Topf, Becher, Taschenmesser, Löffel, Feuerzeug
☑ Mindestens 2 Liter Wasser pro Person
☑ Essen
☑ Mülltüten
☑ Wanderkarte, GPS
☑ (Notfall-) Handy
☑ Rucksack (mind. 30 Liter Volumen)

Die restliche Ausrüstung, wie Bekleidung, Schuhe, Wanderstöcke etc. muss der geplanten Tour und den Wetter- und Temperaturverhältnissen angepasst sein.

☑ Schlafsack
☑ Isomatte
☑ Biwaksack, Tarp oder Zelt

☑ ggf. Schnüre, Heringe
☑ Stirnlampe
☑ Erste-Hilfe-Set
☑ Kleines Waschzeug inkl. Toilettenpapier
☑ Insektenschutzmittel
☑ Mütze & Handschuhe - auch im Sommer!
☑ Trockene Wechselkleidung zum Schlafen
☑ Gaskocher, Kartusche(n), Topf, Becher, Taschenmesser, Löffel, Feuerzeug
☑ Mindestens 2 Liter Wasser pro Person
☑ Essen
☑ Mülltüten
☑ Wanderkarte, GPS
☑ (Notfall-) Handy
☑ Rucksack (mind. 30 Liter Volumen)

Die restliche Ausrüstung, wie Bekleidung, Schuhe, Wanderstöcke etc. muss der geplanten Tour und den Wetter- und Temperaturverhältnissen angepasst sein.

Was nicht auf der Packliste steht, aber genauso zur Vorbereitung gehört:

Bitte informiere dich über die lokal und aktuell geltenden Regeln, zum Beispiel: Wo ist Biwakieren erlaubt? Wo kann ich parken? Ist es erlaubt (und sinnvoll) dort als Gruppe zu übernachten? Mehr dazu erfährst du hier.

Bildnachweis: Silvan Metz, tapir Leipzig, DAV Expedkader, Coldhouse Collective, Uisdean Hawthorn

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