Erfolgreiche Shivling Expedition DAV Expedkader

Erfolgreiche Shivling Expedition DAV Expedkader

Der DAV Expeditionskader hat sein Expeditionsziel, den Gipfel des Shivling (6543m) im indischen Garhwal Himalaya über den Westgrat erreicht. In drei Tagen gelangten Martin Feistl, Johannes Kirsten und Benedikt Saller mit ihrem Trainer Michi Wärthl am 14. Oktober zum Gipfel.

Zusammen mit ihrem Trainer Michi Wärthl und Expeditionsarzt Bernhard Blimsrieder hatten sich Finn Koch, Martin Feistl, Johannes Kirsten, Bernhard Ertel und Benedikt Saller ein ambitioniertes Ziel gesetzt: den technisch äußerst anspruchsvollen Shivling.

Von Rishikesh ging es zwei Tage lang mit dem Bus bis nach Gangotri, von dort drei Tagesmärsche zu Fuß weiter bis zum Basislager Tapovan am Nordausläufer des Shivling.

Geplant waren Wiederholungen und Erstbegehungen auf der Südseite und am Südgrat. Neben dem selten begangenen Südgrat bot die 1200 Meter hohe Südwand Platz für neue Linien.

Wegen schlechter Verhältnisse mit viel Pulverschnee und sehr niedrigen Temperaturen entschied sich das Team für die Besteigung über den Westgrat (keine offizielle Angabe zur Schwierigkeit, ungefähr M5, WI4) und verbrachte dabei drei Nächte im Hochlager.

Michi, Benedikt, Martin und Johannes erreichten am 14. Oktober den Gipfel. Bernhard und Finn mussten wegen Sicherheitsbedenken umkehren. Alle Expeditionsteilnehmer sind wohlbehalten und gesund zurück.

Wegen seiner markanten Form wird der Shivling auch als das Matterhorn Indiens bezeichnet. Aufgrund seiner Steilheit gibt es keine leichten Möglichkeiten den Gipfel zu erreichen. Erst 1974 konnte der Shivling zum ersten Mal bestiegen werden. Seitdem ist er ein begehrtes Ziel vieler Spitzenalpinisten, besonders hervorzuheben sind die Route über den Ostgrat, erstbegangen von einem Team rund um Doug Scott, sowie Thomas Hubers und Iwan Wolfs „Shivas Line“ am Nordpfeiler.

Auf dem Hinweg traf sich der Kader mit der Kinderhilfsorganisation KENIAL im Kinderheim eines Klosters in Dehra Dun. Im Rahmen des Kinderhilfsprojekts, das der Expeditionskader unterstützt, verteilte das Team etwa 100 Jacken und Schuhe an die Kinder.

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