Schlaf draußen - aber richtig!


Halb so wild!

Draußen schlafen ist nicht schwer!

Wir geben dir Tipps für dein Abenteuer unterm Sternenhimmel:


Oberstes Motto für alle "Draußen Schlafen Abenteuer": Vermeide bitte Konflikte!

Das geht ganz leicht, wenn du ein paar Grundregeln beachtest - zum Beispiel:

# Teile deine Schlafplätze nicht auf Social Media.

# Informiere dich vorab über aktuelle und regionale Regeln zu Naturschutz und Corona.

# Nimm deinen Müll (inkl. Toilettenpapier) wieder mit.

# Vergrabe oder bedecke deine Hinterlassenschaften.

# Mach kein offenes Feuer.

 

 

Weitere Tipps bekommst du in diesem Ratgeber.

Mit Kindern unterwegs? Egal ob als Familie oder (JDAV) Jugendgruppe: Draußen Schlafen ist auch was für kleine Abenteurer! Spezielle Tipps zur Vorbereitung und Durchführung einer Übernachtung draußen mit Kindern/Jugendlichen findest du auf den Seiten der JDAV:

  • Platzwahl
  • Essen
  • Schlafen
  • Tipps

Genauso wichtig wie die richtige Ausrüstung ist die Wahl eines geeigneten Schlafplatzes. Worauf du dabei achten solltest, zeigt dir die Grafik unten. Kläre vorher bitte die rechtlichen Bedingungen vor Ort ab und studiere den Wetterbericht genau. Von Regenschauern oder sogar einem Gewitter will man in der Nacht nicht überrascht werden!

Für kleine Gruppen findest du leichter einen guten Schlafplatz als für mehrere Personen. Eine Übernachtung unterm Sternenhimmel soll auch kein Massenerlebnis werden – genieße dein Naturerlebnis und teile deine Ortswahl nicht in den sozialen Medien!


PRO

  • ✅ Trocken
  • ✅ Eben
  • ✅ Windgeschützt
  • ✅ Zugang zu Wasser
  • ✅ Sonne am Abend und/oder am Morgen
  • ✅ Nicht einsehbar

CONTRA

  • ⛔️ Private Flächen ohne vorherige Erlaubnis
  • ⛔️ Empfindliche Naturräume wie Naturschutzgebiete, Naturparks, Wildruhezonen etc.
  • ⛔️ Nahe Wegen, Parkplätzen, Pisten oder (Seil-) Bahnen
  • ⛔️ Gefahr durch ansteigende Wasserpegel (z.B. nahe Fluss/Meer)
  • ⛔️ Windausgesetzt
  • ⛔️ Absturzgelände / Risiko für Steinschlag

PRO

  • ✅ Trocken
  • ✅ Eben
  • ✅ Windgeschützt
  • ✅ Zugang zu Wasser
  • ✅ Sonne am Abend und/oder am Morgen
  • ✅ Nicht einsehbar

CONTRA

  • ⛔️ Private Flächen ohne vorherige Erlaubnis
  • ⛔️ Empfindliche Naturräume wie Naturschutzgebiete, Naturparks, Wildruhezonen etc.
  • ⛔️ Nahe Wegen, Parkplätzen, Pisten oder (Seil-) Bahnen
  • ⛔️ Gefahr durch ansteigende Wasserpegel (z.B. nahe Fluss/Meer)
  • ⛔️ Windausgesetzt
  • ⛔️ Absturzgelände / Risiko für Steinschlag
  • # Ein guter Platz für die erste Nacht unterm Sternenhimmel findet sich in der Nähe einer Hütte oder eines Gasthofes. Wenn du freundlich den Wirt informierst und dort auch etwas konsumierst, hast du später einen Unterschlupf, sollte das Wetter plötzlich umschlagen.

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    # Verständige vor deinem geplanten Biwak mögliche Anwohner, Hüttenwirte, Seilbahnpersonal, Gasthofwirte und alle, die sich Sorgen machen könnten. So kannst du einen Fehlalarm bei Bergwacht oder Rettungskräften vermeiden.

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    # Versuche deinen Übernachtungsplatz noch bei Tageslicht zu erreichen. Wenn du auf einer langen Tour unterwegs bist, solltest du spätestens zwei Stunden vor Sonnenuntergang da sein.

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  • # Am Schlafplatz angekommen, säubere die Liegefläche von Steinen, Ästen und Dornen und leg deinen Schlafsack zum "Lüften und Loften" auf die Isomatte (natürlich nur bei trockenem Wetter).

  •  
  • # Schläfst du in den Bergen, dann suche dir einen Platz auf der windabgewandten Seite eines Passes oder Grates, ein paar Meter unterhalb der Gipfelkuppe oder baue einen Windschutz aus Steinen, Rucksack und gegebenenfalls Schnee.

Sobald du deinen Schlafplatz vorbereitet hast, kann das Abendessen auf dem Gaskocher bereitet werden. Eine Tütensuppe als Vorspeise kommt immer gut an. Warme Getränke wie Tee, Kaffee und Kakao sind auch empfehlenswert.

 

Gefriergetrocknete Trekkingnahrung kann Teil des Abenteuers sein. Im Outdoor-Fachhandel gibt es eine große Auswahl an Gerichten für jeden Geschmack – und das geringe Gewicht des "Tütenfutters" ist auf Tour einfach unschlagbar!

Sobald du deinen Schlafplatz vorbereitet hast, kann das Abendessen auf dem Gaskocher zubereitet werden. Eine Tütensuppe als Vorspeise kommt immer gut an. Warme Getränke wie Tee, Kaffee und Kakao sind auch empfehlenswert.

 

Gefriergetrocknete Trekkingnahrung kann Teil des Abenteuers sein. Im Outdoor-Fachhandel gibt es eine große Auswahl an Gerichten für jeden Geschmack – und das geringe Gewicht des "Tütenfutters" ist auf Tour einfach unschlagbar!

Bei (fast) jedem Essen fällt Müll an. Egal ob Verpackungsmüll oder Biomüll: Nimm bitte alles wieder mit (ja, auch kompostierbaren Biomüll - du freust dich auch nicht, wenn du an deinem Schlafplatz Bananenschalen oder Kaffeefilter findest...). Daher stehen auf der Packliste für "Draußen Schlafen Abenteuer" auch Mülltüten.

Vor dem Gute-Nacht-Sagen...

Wenn du dich schließlich in den Schlafsack kuschelst, verpacke alles, was nicht nass werden soll - denn am nächsten Morgen ist meist alles mit einer Tauschicht überzogen. Stelle die Schuhe mit den Sohlen nach oben auf den Boden oder nimm sie in einer Plastiktüte mit in den Schlafsack. Das empfiehlt sich bei kälteren Nächten auch mit der Kleidung sowie mit Handy oder Kamera. Du kannst nicht benötigte Bekleidung auch in den Packbeutel des Schlafsacks stopfen und hast im Nu ein gemütliches Kopfkissen. Deine Stirnlampe solltest du immer griffbereit haben.

Kalt?

Zieh zum Schlafen unbedingt trockene Kleidung an. Feuchte Kleidung kühlt dich sehr schnell aus. Zur Not leg dich lieber nackt in den Schlafsack.  Wenn dir nachts kalt wird, versuche genau zu analysieren, wo die Kälte herkommt: Zieht es am Reißverschluss, ist oft nur die Abdeckleiste weggeklappt. Falls nicht, platziere an der Stelle im Schlafsack, wo es kalt ist, Kleidung, die du nicht brauchst. Ist dir allgemein kühl, schließ die Kapuze und den Wärmekragen des Schlafsacks und setze eine Mütze auf. Wenn es Minusgrade hat, nimm auch deine Getränke mit in den Schlafsack, so dass sie nicht gefrieren.

Vor dem Gute-Nacht-Sagen...

Wenn du dich schließlich in den Schlafsack kuschelst, verpacke alles, was nicht nass werden soll. Am nächsten Morgen ist meist alles mit einer Tauschicht überzogen. Stelle die Schuhe mit den Sohlen nach oben auf den Boden oder nimm sie in einer Plastiktüte mit in den Schlafsack. Das empfiehlt sich bei kälteren Nächten auch mit der Kleidung sowie mit Handy oder Kamera. Du kannst nicht benötigte Bekleidung auch in den Packbeutel des Schlafsacks stopfen und hast im Nu ein gemütliches Kopfkissen. Deine Stirnlampe solltest du immer griffbereit haben.

Kalt?

Zieh zum Schlafen unbedingt trockene Kleidung an. Feuchte Kleidung kühlt dich sehr schnell aus. Zur Not leg dich lieber nackt in den Schlafsack.  Wenn dir nachts kalt wird, versuche genau zu analysieren, wo die Kälte herkommt: Zieht es am Reißverschluss, ist oft nur die Abdeckleiste weggeklappt. Falls nicht, platziere an der Stelle im Schlafsack, wo es kalt ist, Kleidung, die du nicht brauchst. Ist dir allgemein kühl, schließ die Kapuze und den Wärmekragen des Schlafsacks und setze eine Mütze auf. Wenn es Minusgrade hat, nimm auch deine Getränke mit in den Schlafsack, so dass sie nicht gefrieren.

Ein Erwachsener verliert durchschnittlich 20 Prozent seiner Körperwärme über den Kopf. Bei einem Kind sind es sogar 30 Prozent. Wenn es dich also an den Füßen friert, setze eine Mütze auf!

  • ✅ Grundregel: Nimm Rücksicht auf Tiere, Pflanzen und Mitmenschen.

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  • ✅ Pass deinen Schlafplatz der Natur an und nicht umgekehrt.
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  • ✅ Achte auf Schon- und Schutzgebiete: In der Dämmerung sind Wildtiere besonders aktiv.
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  • ✅ Vermeide Lärm. Draußen Schlafen ist ein Naturerlebnis und keine Party - die Natur ist keine Partyzone!
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  • ✅ Mach kein offenes Feuer.
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  • ✅ Lass kein Essen und schmutziges Geschirr rumliegen, das zieht Tiere an.

 

✅ Geh vorsichtig mit Stirnlampen um: Andere Leute könnten häufiges/permanentes Lichtflackern als Notsignal deuten und die Bergwacht alarmieren.

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  • ✅ Wähle den Platz für deine Naturtoilette mind. 50m von Gewässern entfernt und vergrabe oder bedecke Hinterlassenschaften mit Steinen.
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  • ✅ Nimm deinen Müll - auch Toilettenpapier und Hygieneartikel - wieder mit nach Hause.

Lass nichts zurück als deine Fußspuren, nimm nichts mit als deine Eindrücke!

Bildnachweis: Silvan Metz, DAV Expedkader

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