DownUpCycling: Der Daunenberg von Laupheim

DownUpCycling: Der Daunenberg von Laupheim

Text: Hannah Ganser

Die Jugend der DAV Sektion SSV Ulm 1846/Ortsgruppe Laupheim hat beim Jubiläumsprojekt DownUpCycling von Mountain Equipment und JDAV mitgemacht. Nach zahlreichen Ideen, verschiedenen Sammelaktionen und viel Engagement türmt sich nun ein riesiger “Daunenberg” in Laupheim.  An dieser Stelle berichtet Gruppenleiterin Hannah, wie dieser so hoch anwachsen konnte.

Wir, die Jungmannschaft und die Jugendgruppe der DAV-Sektion SSV Ulm 1846 Ortsgruppe Laupheim, sind vom DownUpCycling begeistert. Es bringt nicht nur der Umwelt und den Tieren etwas, sondern auch uns selbst: Die Wiederverwertung des wertvollen Naturprodukts Daune vermeidet Müll, schont damit die Umwelt und unsere Ressourcen. Und wir können durch die Aktion eine finanzielle Unterstützung für unsere Jugendarbeit gewinnen – und Spaß gemacht hat’s außerdem!

Die Laupheimer Jungmannschaft besteht nahezu ausschließlich aus Jugendleitern. Gemeinsam leiten wir die Jugendgruppe. Wir haben also alle vom 150. Jubiläum des Deutschen Alpenvereins (DAV) und vom 100. der Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV) gehört und damit auch von den unterschiedlichen Aktionen, bei denen die Jugend des DAV gefragt ist. Das DownUpCycling hat uns besonders angesprochen. Warum? Das wissen wir gar nicht so genau. In der Gruppenstunde unterhielten wir uns über die Aktion und beschlossen daran teilzunehmen. Auch unsere Kids in der Jugendgruppe, die zwischen neun und 13 Jahre alt sind, fanden die Aktion klasse und waren motiviert mitzumachen und uns zu unterstützen. Kurz darauf, Ende November, gaben wir Flyer in den Druck. Diese verteilten wir in verschiedenen Geschäften in der Laupheimer Innenstadt und hängten Plakate auf. All dies wäre ohne Christian, den Chef des kleinen Bergsportgeschäfts Rocksports, nicht möglich gewesen. Er unterstützte uns beim Druck der Flyer und Plakate und stellte uns Lagerfläche in seinem Laden zur Verfügung. Darüber sind wir sehr froh, weil uns dadurch viel Aufwand und Organisation erspart geblieben ist. Zusätzlich durften wir auf der Homepage seines Geschäfts einen kleinen Bericht schreiben, der über unsere Teilnahme an der Aktion informiert.

Kurz darauf fand auch das Edelweißfest, die Jahresversammlung der Ortsgruppe Laupheim, statt. Diese Gelegenheit nutzten wir und berichteten im direkten Gespräch von der Teilnahme am DownUpcCcling. Hier bekamen wir das erste Mal Rückmeldung von Außenstehenden und diese war durchweg positiv. Wir hätten nicht gedacht, dass die Aktion bei allen so gut ankommt!

Nachdem die Flyer langsam im Umlauf waren, kamen die ersten Daunen – aber zunächst blieb es bei ein paar Kissen und das über mehrere Wochen. Irgendwie mussten wir unsere Teilnahme noch bekannter machen. Bisher konnten nur diejenigen davon wissen, die in der Ortsgruppe Laupheim aktiv sind, in den entsprechenden Geschäften waren oder bei Rocksports von uns direkt informiert wurden. Wir organisierten einen Termin mit der Schwäbischen Zeitung.

Foto des ersten Zeitungsberichts (Foto: Reiner Schick)

So erreichten wir zusätzlich alle Leser der Schwäbischen Zeitung. Nach diesem Bericht kam wieder mehr Daune und es nahm fast täglich zu. Als wir dann einen Anruf eines Hotels aus Ulm bekamen, konnten wir unser Glück kaum fassen: Sie hatten so viel Daune für uns, dass sie es nicht selbst vorbeibringen könnten. Am besten wir würden mit einem Anhänger vorbeikommen. Und ein weiteres Mal spielte Christian von Rocksports eine wichtige Rolle: Er fuhr mit einem Transporter nach Ulm und brachte die Daune für uns nach Laupheim. Die Kissen und Bettdecken mussten sogar aus den Kisten genommen werden, damit sie in den Transporter gestopft werden konnten. Unser Daunenberg wuchs so rasant an, dass wir ihn in eine leere Garage umquartieren mussten, weil im Laden, wo wir die Daune bisher sammelten, nicht mehr ausreichend Platz war!

Die Sektion SSV Ulm 1846, zu der die Ortsgruppe Laupheim dazu gehört, war natürlich von Anfang an über unsere Teilnahme informiert. Auf Anfrage schrieben sie einen kurzen Bericht, der mit dem Sektionsnewsletter rausgeschickt wurde. Dadurch erfuhren alle Mitglieder der Ulmer Sektion und die Ortsgruppen Laupheim und Ehingen von der Aktion. Die Geschäftsstelle unserer Sektion unterstützte uns dadurch nicht nur im weiteren Bekanntmachen unserer Teilnahme am DownUpcCcling, sondern auch bei den ein oder anderen Kosten, die mit dem Projekt verbunden waren und bot an die Daune auch in Ulm abzugeben. Wir dachten gleich einen Schritt weiter und legten in der Ulmer Boulderhalle Flyer aus, damit die Ulmer wissen, dass man jetzt auch in der DAV-Geschäftsstelle in Ulm Daune für uns abgeben kann. Über die Unterstützung der Geschäftsstelle sind wir sehr froh und möchten uns dafür bedanken.

Gegen Laufzeitende der Aktion merkten wir, dass unser Berg wieder langsamer wuchs. Wir wollten nochmal über den aktuellen Stand unserer Sammelaktion informieren und noch mehr Menschen motivieren Daune abzugeben. Daher machten wir einen weiteren Termin mit der Schwäbischen Zeitung aus – nun kommt wieder fast täglich etwas dazu.

Foto des zweiten Zeitungsberichts (Foto: Anke Kumbier)

Da wir in Zwischenzeit etwa 20 m2 Daune gesammelt haben, konnte wir es kaum in Kisten verpacken und per Post zu Mountain Equipment schicken. Christian kam uns auch in diesem Punkt einen großen Schritt entgegen, indem er anbot die Daune zu Mountain Equipment zu fahren. Niemand hätte gedacht, dass wir so einen großen Berg zusammenbekommen. Besonders stolz sind wir zudem auf die gute Organisation. Trotz der großen Anzahl an Jugendleitern und Kindern, die alle mitmachen und mitreden wollen, bekamen wir alle Meinungen immer gut unter einen Hut.

Etwas läuft jedoch immer anders als gedacht. Bei uns war das die Anmeldung. Die E-Mail, über die wir uns anmelden wollten, kam anscheinend nie an. Wir sammelten fleißig Daune ohne, dass wir angemeldet waren. Erst Anfang dieses Jahres bemerkten wir den Fehler und meldeten uns schnell noch an. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon einen kleinen Berg zusammen.

Ohne die Unterstützung von allen Seiten hätten wir die Aktion nicht umsetzen können und hätten nie so viel Daune zusammenbekommen. Danke an alle, die uns unterstützt haben! Ganz besonders natürlich an Christian, der uns immer und überall unterstützt hat und an das Maritim-Hotel in Ulm, von dem der größte Anteil an Daune stammt.

Der Daunenberg: Gesammelte Daune bis kurz vor Schluss der Aktion (Foto: Hannah Ganser)
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