MIT LEIDENSCHAFT GENÄHT

Unsere neuen Schlafsäcke.

Was die besten Schlafsäcke von anderen unterscheidet, sieht man nicht auf den ersten Blick. Jeder einzelne Bestandteil der Konstruktion, die Qualität und Menge der Füllung, die Materialien vom Oberstoff über Nähgarne bis hin zum Reißverschluss, verschiedene Schnitte und die akribische Verarbeitung aller Details... hier liegt unser Ansatz und unsere Stärke.

Wir haben Antworten auf knifflige Fragen gefunden, die beim wissenschaftlichen Test und vor allem im echten Einsatz auftauchen. Innovative Ideen werden in jedem einzelnen Schlafsack-Modell umgesetzt. Geniale Konstruktions-Technologien wie das Bullseye™ und Sharks Toe ™ Fußteil oder elastische EXL® Nähte werden mit neuen Materialien wie DRILITE® LOFT™ XERO, GORE ® THERMIUM und Plasma™ kombiniert. Unser Design ist leicht – nicht einfach. Die bessere Wärmeleistung ist nachgewiesen und glaubwürdig. Unsere Schlafsäcke sind einfach: Built Better.

BESTES
NATURMATERIAL

Von Experten optimiert

Wir Menschen haben die Pyramiden gebaut, den Atomkern gespalten und waren auf dem Mond. Wir erschaffen komplexeste Produkte und Materialien – und dennoch bleibt eine kleine, bescheidene Daunenfeder das weltbeste Isolationsmaterial. Auch wenn regelmäßig behauptet wird, neu entwickelte High-Tech Synthetikfasern könnten Daune ersetzen, wird die Leistung des Naturmaterials dennoch nie in allen Aspekten übertroffen. Daune lässt sich auf lange Sicht und im Vergleich zu anderen Isolationsfasern stärker und häufiger komprimieren, sie bietet ein unschlagbares Verhältnis von Wärme zu Gewicht und ist wesentlich langlebiger.

Trotz der erstaunlichen Beschaffenheit von Daune kann selbst die beste Qualität nicht alle positiven Eigenschaften ausspielen, wenn die Füllung nicht in der optimalen Menge, bzw. Dichte oder nicht an den richtigen Positionen eingesetzt wird. Ist eine Kammer zu groß

Oder zu gering befüllt, hat die Daune zu viel Bewegungsraum. Sie verrutscht und kann warme Luft nicht richtig binden. Damit wird die Wärme-Effizienz herabgesetzt. Wenn andererseits eine Kammer zu stark befüllt ist, kann die Daune ihre Bauschkraft nicht voll entfalten und es wird lediglich vermeidbares Gewicht hinzugefügt. Wir haben wirklich viel Zeit in verschiedene Tests und Untersuchungen investiert, um die Daunenverteilung in jeder einzelnen Kammer unserer Schlafsäcke zu bestimmen. Jedes einzelne Modell wurde nicht nur auf die beste Wärmeleistung hin optimiert, sondern auch in Bezug auf Komprimierbarkeit, Komfort und vor allem Langlebigkeit.

Aus diesem Grund ist der Ansatz „Kammer für Kammer“ der zentrale Aspekt unseres Designs. Das fantastische, natürliche Material wird optimal und effizient eingesetzt und die Daune kann ihre volle Leistung ausspielen.

DESIGN UND
KONSTRUKTION

Alle Aspekte im Blick

Schlafsack-Konstruktionen sind sehr komplex und bestehen aus sehr vielen Einzelteilen. Jedes Element spielt eine Rolle, um besten Komfort und Wärmeleistung zu erreichen. Dabei wird beim Design jeder relevante Faktor in Betracht gezogen: Wie lange wird ein Schlafsack im Einsatz sein, in welchen klimatischen Bedingungen wird er benutzt, welches Ziel bei Gewicht, Packmaß und Kosten wollen wir erzielen?

Eine grundlegende Entscheidung richtet sich zunächst auf Art und Anordnung der Kammern: sie müssen der Daune den richtigen Raum geben, sich zu entfalten und ihre Stärke auszuspielen. Wir verwenden, je nach Einsatzzweck, eine Vielzahl unterschiedlicher Kammerbauweisen in unseren Schlafsackmodellen. Beginnen wir am Kopf: Die Kapuze soll den Kopf warm halten. Sie spielt eine Schlüsselrolle für den gesamten Komfort. Unsere präzise konstruierten Down Control Kapuzen haben eine perfekte Passform und lassen sich mit leichtgängigen Kordelzügen anpassen. Der Wärmekragen und die ineinander greifenden Kammern hinter dem

Reißverschluss halten warme Luft sehr effektiv im Schlafsackinneren. Diese Kammern sind mit der gleichen Daunenqualität gefüllt wie der Rest. Auch ganz unten am Schlafsack hören wir nicht mit der akribischen Arbeit auf: Die Konstruktion des Fußteils ist uns besonders wichtig! Das bewährte Trapezium Fußteil wurde noch weiter verbessert, indem wir die Daunenverteilung optimiert haben und auf einige Nähte verzichten konnten. Dadurch ließ sich bei diesen Komponenten 20% an Gewicht einsparen. Abschließend ist die Form des Schlafsacks ganz entscheidend für die Leistungsfähigkeit. Ein passender Schnitt liefert besten Komfort und maximiert die Wärmeleistung. Hier kommt es nicht nur auf die eigene Körpergröße an, sondern auf den Einsatzzweck und die damit verbundenen Prioritäten: Wärmeleistung, Gewicht oder Komfort. All diese Kriterien wurden in der Wahl der verschiedenen Materialien, in Schnitten und Größen unserer Schlafsäcke verarbeitet.

STOFFE UND
MATERIALIEN

Wesentliche Komponenten

Bezugsstoffe sind ein zentraler Aspekt für das gelungene Zusammenspiel aller Funktionen des Schlafsacks. Wie sieht das Material aus, wie fühlt es sich an, wie hört es sich an? Diese Materialien beeinflussen direkt die Wärmeleistung und die Bauschkraft der Daune und halten sie trocken und sauber. Wasserdichtes Außenmaterial hat den großen Vorteil, den gesamten Schlafsack vor Feuchtigkeit zu schützen. Materialien ohne Membran oder Beschichtung sind dagegen leichter und atmungsaktiver. Die Technologien werden immer ausgefeilter und wir sind beständig auf der Suche nach den besten Stoffen, die alle Ansprüche wie geringes Gewicht, hohe Atmungsaktivität, Komprimierbarkeit und Komfort in sich vereinen. Bei der Kollektion 2017 verwenden wir das neue GORE® THERMIUM™ bei unserer Expeditions-Serie. Diese Schlafsäcke für extreme Einsätze sind äußerst robust und bewähren sich in den kältesten und härtesten Bedingungen der Erde. Das Material setzt sich aus einem 10D Obermaterial und einer PTFE Membran zusammen und wiegt nur 38g/m2 .

DRILITE® LOFT™ XERO setzt die Entwicklung unserer eigenen, wasserdichten Materialien fort. Das Gewicht ist so gering wie nur möglich bei Stoffen dieser Art: nur 28g/m2 . Es wurde speziell für alpine Hochtouren und Expeditionen entwickelt, bei denen es auf jedes Gramm und geringes Packmaß ankommt, gleichzeitig aber auch ausreichend Schutz gegeben sein muss. Dieses leichte Material kommt bei der Serie ‚Extreme Alpine’ zum Einsatz und ergänzt unser langjährig bewährtes DRILITE® LOFTTM II.

Mit einer Wassersäule von 1500mm ist das Material bestens für Schlafsäcke geeignet, die bei alpinen Biwaks und langen Rucksacktouren einen erholsamen Schlaf garantieren sollen. Aus unseren drei nicht-wasserdichten Oberstoffen sticht das Material Plasma™ besonders heraus: Extrem leicht und dennoch erstaunlich robust, sehr atmungsaktiv und garantiert daunendicht verwenden wir es in der Serie ‚Extreme Light’. Alpinisten, Kletterer und Bergsteiger, für die geringes Gewicht am schwersten wiegt, werden sich über die 26g/m2 besonders freuen.

PROTOTYPEN
& TESTS

Die Eckpfeiler der Produktentwicklung

Der Fortschritt gehört bei Mountain Equipment zum Alltag. Seit über 50 Jahren entwickeln wir unsere Schlafsäcke und verbessern sie mit jeder neuen Kollektion. In diesen Jahrzehnten gab es zahlreiche Expeditionen zu den hohen Bergen der Welt und in die Polarregionen – oft spielten unsere Schlafsäcke eine Schlüsselrolle auf dem Weg zum Erfolg. Bergsteiger schauen sich immer nach neuen Zielen und Herausforderungen um: Wir spiegeln diese Motivation tagtäglich in unserer Produktentwicklung. Dazu gehört die akribische Arbeit mit Prototypen und ausführlichen Tests. Wir haben die Schlafsäcke buchstäblich in ihre Einzelteile zerlegt und jede Kammer, jede Komponente überprüft und uns überlegt, was wir verbessern können, was leichter werden kann und was zu einer höheren Wärmeeffizienz führt. Wir haben wissenschaftlicher als jemals zuvor gearbeitet, um quantifizierbare Ergebnisse zu erzielen. Bei der Entwicklung neuer Konstruktionen hat uns die Universität Leeds unterstützt: Wir haben Stunden in Kältekammern verbracht und über Wärmebildanalysen gebrütet.

Dabei haben wir nicht nur die typischen Kältebrücken eliminiert, sondern auch den Schlafsack im tatsächlichen Gebrauch optimiert. Wie leicht lässt sich der Wärmekragen anpassen, wie eng schließt die Kapuze? Wie gut funktioniert das Fußteil, wenn man mehrere Stunden bei deutlichen Minusgraden im Schlafsack zubringt? Die ermittelten Daten wurden mit den Rückmeldungen zahlreicher Testpersonen abgeglichen – daraus lernten wir erneut, wie das Design und die Konstruktion im echten Einsatz funktionieren. Aber nochmal zurück zu den Bergsteigern: die letzte Runde der Prototypen-Tests erfolgte durch Nick Bullock in Tibet an der 1600 Meter hohen Nordwand des Nyainqentangla. Zeitgleich stieg Uisdean Hawthorn in die House-Anderson Route an der Nordwand des Mount Alberta in Kanada ein. Erst als Nick und Uisdean zufrieden mit dem letzten unserer insgesamt über 70 Prototypen waren, wurden unsere Produktingenieure nicht mehr in die Kältekammer geschickt. Vorerst einmal...